Einleitung
Die verfügbaren Sprachen (Locales) und das Verhalten der
Sprachauswahl werden entsprechend den Vorgaben im Bare.ID‑Handbuch
konfiguriert.
Weitere Einzelheiten dazu findest du im entsprechenden Kapitel des
Handbuchs.
In der Anmeldemaske und in der Account‑Konsole können Nutzerinnen und
Nutzer die Sprache auswählen.
1 Bestimmung der Sprache der Anmeldemaske
Die Sprache des Login‑Dialogs wird nicht zufällig gewählt, sondern
anhand einer festgelegten Reihenfolge ermittelt.
Im Hintergrund prüft Bare.ID nacheinander verschiedene Quellen und
verwendet die erste zutreffende Einstellung:
- Vom Nutzer ausgewählt – wählt eine Person im
Sprach‑Dropdown auf der Anmeldemaske eine Sprache, wird diese sofort
verwendet.
- Im Nutzerprofil gespeicherte Sprache – bei
authentifizierten Nutzerinnen und Nutzern wird die im Benutzerkonto
hinterlegte bevorzugte Sprache genutzt.
- Von der Applikation angeforderte Sprache –
Applikationen können beim Aufruf der Anmeldeseite einen Wunsch über den
OIDC‑Parameter
ui_localesübergeben.
- Locale‑Cookie – hat die Person zuvor eine Sprache
ausgewählt, wird diese im Cookie gespeichert und bei einem späteren
Besuch automatisch vorbelegt.
Accept‑Language‑Header des Browsers – falls kein Cookie vorhanden ist, wird der Sprach‑Header des Browsers herangezogen.
- Standard‑Sprache der Instanz – wenn keine der zuvor
genannten Optionen greift, kommt die im System definierte
Standard‑Sprache zum Einsatz.
- Englisch als Fallback – als letzter Rückfall wird Englisch verwendet.
Externe Steuerung per URL
Um die Sprache eines Login‑Dialogs gezielt vorab auszuwählen, können
Applikationen den OIDC‑Parameter ui_locales
verwenden.
Beim Aufruf des Authorization‑Endpoints von Bare.ID
lässt sich der Parameter einfach an die URL anhängen, z. B.:
https://auth.example.com/realms/myrealm/protocol/openid-connect/auth
?client_id=myclient
&redirect_uri=https%3A%2F%2Fapp.example.com%2Fcallback
&response_type=code
&scope=openid
&ui_locales=en
2 Welche Locale‑Informationen werden beim Nutzer gespeichert?
Nur explizite Entscheidungen der Benutzerinnen und Benutzer werden
dauerhaft gespeichert.
Wird auf dem Login‑Formular eine andere Sprache ausgewählt, schreibt
Bare.ID die neue Einstellung nach erfolgreicher Anmeldung in das
Benutzerkonto.
Zugleich legt das System ein Locale‑Cookie an, damit
der Login‑Dialog beim nächsten Besuch automatisch dieselbe Sprache
vorauswählt.
Automatisch ermittelte Sprachen – etwa über den Parameter
ui_locales, ein Cookie oder den Browser‑Header –
werden nicht als Nutzereigenschaft gespeichert.
Die bevorzugte Sprache wird im Attribut locale des
Benutzerkontos hinterlegt.
Die Sprache kann im Konto‑Portal unter Persönliche Angaben →
Sprache geändert werden oder über die Administrator‑Schnittstelle
gesetzt werden. Diese Schnittstelle gibt das Attribut
locale nur zurück, wenn es tatsächlich gesetzt wurde.
3 Locale‑Informationen in Tokens und am UserInfo‑Endpunkt
Das locale‑Attribut wird in ID‑ und Access‑Tokens sowie
am UserInfo‑Endpunkt nur dann ausgegeben, wenn im
Benutzerkonto eine bevorzugte Sprache hinterlegt ist.
Automatische Locale‑Entscheidungen – zum Beispiel über den
Browser‑Header oder die standardmäßige Sprache der Instanz – werden
nicht automatisch in Tokens oder den UserInfo‑Antworten übernommen.
Zusammenfassung
Die Sprache der Login‑Maske und der Nutzeroberflächen in Bare.ID wird
anhand einer Prioritätenliste ermittelt – von der bewussten Auswahl bis
zur standardmäßig definierten Sprache.
Applikationen können die Sprache durch den Parameter
ui_locales beeinflussen.
Nur ausdrücklich gewählte Sprachen werden im Nutzerprofil gespeichert
und in Tokens bzw. am UserInfo‑Endpunkt ausgegeben.
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